Sauer macht lustig

Ausflug an die Moselschleife und zum steilsten Klettersteig

Ausflug an die Moselschleife und zum steilsten Klettersteig

Bevor es auf große Weltreise geht musste ich unbedingt mit meinen Freundinnen aus der Molpath einen Wandertag mit anschließender Weinprobe genießen. Sozusagen ein kleines Abschiedsevent. Als dann auch noch Deutschland gegen Schweden 2:1 gewonnen hat, war das der perfekte Tagesabschluss. Hier gibt’s ein paar Impressionen von unserem Tag an der Mosel und die Wanderung am steilsten Klettersteig Europas.

Moselschleife

Im Weinbaugebiet Mosel liegt zwischen Bremm und Ediger-Eller im Landkreis Cochem-Zell ein steil über der Mosel aufragender Randhöhenzug (380m). Mit Hangneigungen bis über 65 Grad zählt die Weinlage sogar zu den steilsten Lagen der Erde. Wir sind den Calmont-Klettersteig von Ediger-Eller Richtung Bremm gelaufen bzw. geklettert. Wer diesen Weg gehen will wird durch Warnschilder darauf aufmerksam gemacht, dass diese Route nur etwas für geübte Wanderer ist und man schwindelfrei, trittsicher sein und sich den Weg unbedingt zutrauen soll. Zudem flößt einem der Weg zur „Todesangst“ höchsten Respekt ein. Uns konnten die Warnungen jedenfalls nicht abschrecken und so sind wir über den Klettersteig sogar bis zum Gipfelkreuz gewandert. Der Weg ist echt nicht ohne! Aber lustig und informativ war‘s. Wir haben viel über den Wein, den Anbau, die Herstellung und vieles mehr gelernt. Leute die nicht so gut zu Fuß sind können auch eine Tour inklusive Weinprobe mit der Monorackbahn buchen. Eine Einschienen-Zahnradbahn, welche hauptsächlich beim Steillagenweinbau eingesetzt wird. Die Fahrt wäre sicherlich auch abenteuerlustig. Zur „Todesangst“ sind wir nicht gelaufen, da wir die schöne Aussicht auf die Moselschleife bevorzugt haben.

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Weinprobe

In Bremm angekommen hat eine Freundin schon eine Auswahl an verschiedenen Weißweinen bereitgestellt. Der Wein stammte aus Poltersdorf vom Weingut im Gymnicher Hof. Ihr Freund führt dort die Jahrhunderte alte Winzertradition seiner Familie zusammen mit seinem Bruder im Nebenerwerb fort. Wirklich beeindruckend ist, dass die beiden als Besonderheit den ältesten Weinberg der Gemeinde bewirtschaften (Pflanzjahr 1924). Die private Weinprobe fand sehr idyllisch auf einer Parkbank mit Blick zur Mosel und den Weinhängen statt. Besonders der Secco mit rotem Weinbergspfirsich war super lecker! Nicht zu süß und einsame Spitzenklasse. Insgesamt haben mir aber alle Weine ausgesprochen gut geschmeckt. Wir werden uns definitiv einige Flaschen nachbestellen und uns dann nach Berlin schicken lassen. Zum Abschluss sind wir im „Weinhaus Berg“ richtig lecker essen gegangen und konnten danach in einem extra hergerichteten Saal das WM Spiel Deutschland gegen Schweden gucken. So ein nervenaufreibendes Spiel!

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Mit vollem Bauch und vielen Eindrücken wurden wir wieder nach Hause nach Mainz mitgenommen. Wir werden nach unserer Weltreise bestimmt wiederkommen, um noch mehr Wein zu probieren, unsere Vorräte aufzufüllen und vielleicht wagen wir uns dann auch mal hoch zur „Todesangst“. Ich bin sehr Dankbar, dass ich in der Molpath so tolle Kollegen hatte, die in der Zeit zu richtig guten Freunden geworden sind und mit denen jede Pause witzig und erholsam war.



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